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Freitag, 2. Januar 2015

#3 - Was ich nicht machen will...

Wie Sherlock Holmes (oder Sir Arthur Conan Doyle) schon so schön gesagt hat "when you have eliminated the impossible, whatever remains, however improbable, must be the truth", oder auch auf Deutsch "Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, muss was auch immer übrig bleibt, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit sein". Also habe ich mir doch gleich gedacht, wenn ich nicht weiß was ich machen will sollte ich vielleicht damit anfangen die Dinge auszuschließen, die ich nicht machen will. Das klingt in der Theorie auch schon gar nicht mal so dumm finde ich. Also habe ich mich hingesetzt und mal überlegt. Was kann ich nicht machen?
Pilotin werden zum Beispiel, dafür sind meine Augen nämlich zu schlecht. Oder Sängerin, Tänzerin, Künstlerin (die Liste lässt sich beliebig fortsetzen) da mangelt es mir nämlich schlicht und einfach an Talent. Außerdem kann ich nicht in die IT-Branche gehen, weil ich mit Technik mehr oder weniger und immer öfter auf dem Kriegsfuß stehe, es hat mich schon genug Nerven gekostet ein Bewerbungsvideo für mein Au Pair Jahr zu drehen und zu schneiden, sollte das irgendwie weiter in technische Bereiche gehen bin ich vollkommen aufgeschmissen. Anwältin wär zum Beispiel auch nicht's für mich, weil ich wahrscheinlich nicht mal durch's Studium kommen würde, ohne regelmäßig einzuschlafen, sowas langweilt mich aus irgendeinem Grund schon ziemlich. Ärztin? Auch nichts, zum Einen haperts da ein kleines bisschen mit meinem Abiturschnitt und zum Anderen kann ich sowas auch nicht. Es war schon schlimm genug als letztens eins meiner Hostkids eine Lungenentzündig hatte und ich auf sie aufpassen musste. Da hat man schon gemerkt wo meine Talente auf jeden Fall nicht liegen, zudem bin ich für so einen Beruf höchstwahrscheinlich auch ein bisschen zu zartbesaitet. Tierpfleger ist auch keine gute Idee für mich, es mag vielleicht herzlos klingen, aber ich bin gar nicht mal so ein großer Tiermensch. Ich kann die ansehen und sagen, dass sie süß sind, dann streichel ich mal kurz und bin auch schon wieder bereit zu gehen. Dann kann man natürlich die handwerklichen Berufe ausschließen, da bin ich zu sehr Mädchen für, da wird man dreckig und das ist anstrengend und so, also eher nichts für mich. Kellnerin wäre auch schrecklich, nicht dass das jetzt wirklich ein Job mit Zukunft wäre (meine Eltern würden mir einen Vogel zeigen), aber dazu kommt dann noch, dass ich ein bisschen ungeschickt bin und wahrscheinlich alles fallen lassen würde und da würden sich unschöne Situationen ergeben, da bin ich mir ziemlich sicher. Warum ich den Lehrberuf nicht ausüben kann habe ich im letzten Post schon eräutert, also fällt das auch flach. Kindergärtnerin oder Erzieherin klingt in der Theorie vielleicht auch nicht so schlecht, aber manche Kinder sind so verzogen, dass ich wahrscheinlich mehr oder weniger schnell gefeuert werden würde. Bankkauffrau wäre vermutlich auch nicht so das Optimale, weil ich Mathe eigentlich echt nicht mag und es da auch echt an Interesse hapert irgendwie. In einem Supermarkt habe ich schon mal 4 Jahre gearbeitet und da kann ich auf jeden Fall auch sagen, dass ich darauf gut und gerne verzichte. Psychologie würde mich jetzt schon interessieren, das Problem dabei ist aber, dass ich für so einen Beruf viel zu emotional bin und mir die Geschichten anderer Leute viel zu sehr zu Herzen nehme, ob das auf Dauer so vorteilhaft ist dann weiß ich auch nicht.
Und das ist mein Problem. Die meisten Berufe, die einem so einfallen sind einfach nicht's für mich. Es mag sein, dass ich sehr wählerisch bin, aber man muss ja auch bedenken, dass das eine Entscheidung ist, die einen für den Rest seines Lebens beeinflusst, da möchte ich nichts überstürzen und dann alles lieber doppelt und dreifach überdenken und bis jetzt ist mir auch noch nichts unter gekommen, bei dem ich gedacht habe "WOW, das ist es, GENAU das will ich mal machen" und bis dahin werde ich jetzt wohl weiter (mit steigender Panik aufgrund von Zeitdruck) verwirrt in der Gegend herumdümpeln.