Hier stehen wir im Jahr 2016 und haben das Gefühl, dass wir ach so intelligent und fortschrittlich sind. Wir schauen in die USA und beobachten die Präsidentschaftswahl. Wir lachen über Donald Trump und fragen uns wie es denn sein kann, dass so viele Menschen sich von leerem Gerede und Geschwafel ohne präzise Antworten mitreißen lassen. Wir fragen uns wie es sein kann, dass einem Menschen, der so viel Fremdenfeindlichkeit und Hass verbreitet, so viel Aufmerksamkeit geschenkt wird. Wir fragen uns was mit den Menschen wohl falsch sein muss, die tatsächlich in Erwägung ziehen ebenjenen Mann und alle Werte, die er vertritt, in eine der mächtigsten Positionen der Welt zu wählen. Wir fragen uns, ob ebenjene Wähler auch nur einen Funken Verstand besitzen und wie es sein kann, dass im 21. Jahrhundert so etwas doch tatsächlich noch geschehen kann.
Und dann schalten wir den Fernseher aus und schließen den Internet Browser und reden uns ein, dass genau das niemals in unserem Land geschehen könnte. Und noch während wir dies tuen wird hier die AfD gewählt und der Hass auf Flüchtlinge und Ausländer fleißig geschürt.
Herzlichen Glückwunsch Deutschland, aus Deiner Geschichte hast Du nichts gelernt und über andere Länder schüttelst Du den Kopf und lachst.
Es ist tatsächlich soweit: Klein-Jenny muss sich Gedanken darüber machen, was sie mit ihrem Leben anstellen will. Und was macht man da am Besten? Einen Blog erstellen, um mit der ganzen Welt diese Verwirrungen und vielleicht auch lustigen Geschichten zu teilen, natürlich!
Dienstag, 22. März 2016
#9 - London calling...
Und hier bin ich und habe es doch tatsächlich geschafft mir fleißig Notizen zu machen, damit ich jetzt über meine kleine Reise bloggen kann. Mit den Notizen habe ich nebenbei erwähnt generell wieder angefangen, es könnte also tatsächlich sein, dass es in nächster Zeit noch weitere Einträge gibt. Aber kommen wir zum eigentlichen Thema: London.
Donnerstag:
Da mein Flug um 21:50 Uhr gehen sollte fand ich mich gegen Abend am Flughafen Köln/Bonn ein. Da meine liebe Karo aber ja in Bremen wohnt, saß ich also eine Weile alleine da herum. Schlau wie ich war hatte ich den Tag über nicht so viel gegessen, da ich tatsächlich einfach nicht richtig dazu gekommen war und hatte mir vorgenommen, dass doch am Flughafen nachzuholen, schließlich gibt es da doch immer was zu Essen. Ja, denkste. Da angekommen bin ich nämlich fix durch den Security Check und habe mich dann nach einem leckeren Abendessen umgesehen. Und was gab es? Richtig. Nichts! Ich glaube ich war selten so enttäuscht. Aber Alkohol, den gab es massig an jeder Ecke. Hab mich ein bisschen verarscht gefühlt. Nach einer halben Ewigkeit konnte ich mich dann doch dazu durchringen mir eine (überteuerte) Tüte Haribo zu kaufen. Und damit habe ich mich dann über Wasser gehalten.
Irgendwann sollte es dann ja auch an's boarden gehen, also mache ich mich, ganz die geübte Fliegerin, auf zu meinem Gate und da erwartet mich dann auch schon die nächste Überraschung: das Flugzeug war nicht da. Wo genau das war wusste auch irgendwie keiner und so saßen wir dann erstmal eine Weile herum und haben auf etwaige Nachrichten gewartet, die dann letztlich auch kamen. Nachdem wir dann alle gemütlich saßen, kam die wunderbare Meldung aus dem Cockpit, dass nochmal ein Koffer aus dem Frachtraum herausgeräumt werden müsse. Ich glaube ich muss nicht erwähnen, dass mein Flug Verspätung hatte, oder?
Zwanzig Minuten nach der ursprünglichen Ankunftszeit sind wir gelandet und dann habe ich nach sieben (!) Monaten auch endlich Karo wieder gesehen. Ich würde euch erzählen wie toll das war, aber das würde dann vielleicht doch den Rahmen sprengen.
Da wir nach Stansted geflogen sind haben wir, weise wie wir sind, natürlich auch im Voraus schon einen Bus gebucht, der uns vom Flughafen in die Innenstadt bringen sollte. Zu dem Zeitpunkt der Buchung habe ich aber in meiner Naivität überhaupt nicht über etwaige Verspätungen nachgedacht, was dann letztlich dazu geführt hat, dass wir den gebuchten Bus verpasst haben. Glücklicherweise sind wir dann doch noch zu der Bushaltestelle gegangen und haben einfach mal nachgefragt und man hat uns ohne Probleme einfach einen späteren Bus nehmen lassen. So haben wir es dann zur Baker Street geschafft. Von dort hatte ich mir dann einen Weg per UBahn herausgesucht, den wir nehmen wollten. Ja, wollten. Denn was wäre der Abend gewesen, wenn nicht doch noch irgendwas schief gegangen wäre. Als wir nämlich umsteigen wollten wurde uns mitgeteilt, dass keine Bahnen mehr fahren, da es zu spät war (zu diesem Zeitpunkt war es schätzungsweise halb 1, fand ich dann doch ein wenig früh). In unserer Not haben wir dann einfach beschlossen ein Taxi zu nehmen und sind dann mit dem zu unserem Hostel gefahren. Da angekommen sind wir auch nur noch in unsere Betten gefallen. Obschon "fallen" hier vielleicht das falsche Wort ist, mein Bett war nämlich ganz oben in einem dreistöckigen Hochbett. Ich bin also eher in's Bett geklettert.
Freitag:
Der erholsame Schlaf wurde uns dann aber auch erstmal verwehrt, da ein Typ, der mit uns auf dem Zimmer war, einfach mal beschlossen hatte, dass es ganz ultimativ wichtig wäre jetzt so laut zu scnarchen, dass niemand außer ihm schlafen kann. War lustig. Nachdem wir es dann doch geschafft hatten ungefähr vier Stunden Schlaf zu bekommen, sind wir morgens wieder aufgestanden, haben für 1,50 Pfund Frühstück im Hostel erstanden und haben uns dann auf den Weg in die Innenstadt gemacht. Dort musste erst mal beim Earl's Court ein kleiner Zwischenstopp eingelegt werden, da da eine Police Call Box steht. Diese wurden bis in die 70er genutzt (hat mir Wikipedia gerade verraten) und diente im Groben dazu Straftäter vorübergehend einsperren zu können und durch das Telefon an der Außenseite dazu in der Lage zu sein die Polizei anzurufen (wir vergessen ja öfter, dass das vor dem Zeitalter der Handys gar nicht mal so einfach war). Auf jeden Fall hat die TARDIS (Raumschiff) in meiner Lieblingsserie Doctor Who die Form ebenjener Police Call Box, also konnte ich es mir als kleines Fangirl natürlich nicht nehmen lassen und musste dort noch ein Bild machen.
Anschließend sind wir ein bisschen durch die Stadt gewandert, bis wir uns nachmittags vor dem Covent Garden eingefunden haben, weil dort der Beginn einer kostenlosen Fußtour durch den Bezirk von Westminster war. Das ganze ist deswegen zunächst kostenlos, damit der Tourguide sich wirklich Mühe gibt, da er zum Schluss durch Trinkgeld bezahlt wird. Wir sind dann auf jeden Fall ungefähr 2 1/2 Stunden durch die Stadt gelaufen und auch schon so ziemlich die meisten Sachen gesehen (Trafalgar Square, Buckingham Palace, Westminster Abbey, Big Ben, Houses of Parliament etc.). Wir sind auch durch eine kleine Gasse gegangen, die in den Harry Potter Filmen als Nokturngasse verwendet wurde (das musste erwähnt werden, weil Harry Potter immer erwähnenswert ist).
Nachdem die Tour vorbei war, haben wir uns noch nen kleinen Snack geholt und uns mit dem in den St. James Park gesetzt. Als wir dann da also ganz entspannt saßen und die schöne Umgebung genossen haben, beschloss der Mann auf der Bank neben uns, dass es doch eine wundervolle Idee wäre die Vögel zu füttern. Und was soll ich euch sagen, da waren auf einmal rund 20 (!!!) Tauben und noch ein paar andere Vögel, die ich entweder nicht einordnen konnte, oder von denen ich schon wieder vergessen habe, um welche Art es sich handelte. Wenn ihr mich kennt, dann dürftet ihr jetzt wissen, dass sich meine Liebe für Vögel und ganz besonderen meine Liebe für Tauben wirklich sehr in Grenzen hält. Und da waren sie dann auf einmal, eine ganze Meute, die sind sogar auf die Knie des Mannes geflogen und der hat die aus der Hand gefüttert. Das Stresslevel bei Karo und mir stug stetig an kann ich euch erzählen. Da waren einfach so viele Vögel! Nachdem wir dann beinahe auf dem Schoss des anderen saßen haben wir doch entschieden, dass es am besten wäre, wenn wir uns langsam und ruhig entfernen. Gesagt, getan. Doch dies sollte nicht der einzige Moment sein, der meinen Stresslevel in die Höhe treibt an diesem Tag. Wir haben dann nämlich entschieden, dass wir wieder zurück zum Hostel fahren wollten. Was wir nicht bedacht haben, war dass es ziemlich genau 18 Uhr war, also Rushhour.
Kennt ihr diese Bilder von den chinesischen Zügen, in die die Menschen mit Gewalt gedrückt werden, damit noch ein paar weitere hereinpassen? Genauso sah das da auch aus! Na gut, keiner wurde geschoben, aber die Bahnen waren mindestens genauso voll. War ganz besonders witzig für mich, weil ich es eigentlich nicht so mit Menschenmengen habe und da dann manchmal auch schon ein bisschen panisch werden kann (was sich Konzerten tatsächlich meist in Grenzen hält [da steht man aber normalerweise auch nicht so eng aneinander wie in dieser Tube und außerdem ist der Raum an sich noch um einiges größer]).
Im Hostel haben wir dann ein Sandwich gegessen, haben geduscht (unter 2 kleinen Tröpfchen Wasser, wie mir das vorkam) und sind dann auch schon wieder in's Bett.
Samstag:
Da der nette Herr Schnarcher ein bisschen netter gestimmt war in dieser Nacht, haben wir es auch tatsächlich geschafft einige Stunden zu schlafen.
Nach dem Frühstück und einem kleinen Abstecher in einen Supermarkt, um uns schonmal Lunch für später zu kaufen, sind wir dann zur St Pauls Cathedral gegangen. Drinnen waren wir nur zwei Meter, weil die Geld verlangen, um die zu besichtigen und da Karo und ich nur arme Studentinnen sind konnten wir uns das natürlich nicht leisten. Wir wollten dann zur Millenium Bridge und haben es tatsächlich geschafft einen riesigen Umweg zu gehen, obwohl die ziemlich direkt an der St Pauls Cathedral ist. Wie wir das geschafft haben ist uns auch immer noch ein Rätsel. Wir sind dann über die Brücke gegangen, am Shakespeare Globe Theatre vorbei (in das ich echt gerne auch einen Blick geworfen hätte, aber arme Studentin, man erinnere sich) und sind dann an der Themse entlang zur Tower Bridge spaziert. Unterwegs haben wir dann nochmal angehalten, um unseren Lunch zu essen. Dabei konnten wir dann auch wieder eine große Traube Möven beobachten (wenn es Vögel gibt, die ich noch weniger mag als Tauben, dann sind es Möven). Aber auch als wir über die Tower Bridge gegangen sind haben die Vögelzwischenfälle noch nicht aufgehört. Da war nämlich tatsächlich eine Taube, die mich angreifen wollte! Kein Spaß! Die hatte es auf mich abgesehen! Wollte mir ins Auge fliegen, damit ich erblinde! Kam wie aus dem Nichts, genau auf mich zugeschossen! Ich sag euch, wenn ich mich nicht im letzten Augenblick geduckt hätte, wäre die mir mitten ins Gesicht geflogen! Sowas hab ich noch nicht erlebt! Der helle Wahnsinn.
Um mein aufgewühltes Gemüt zu beruhigen, wollten wir dann zum Leadenhall Market gehen, der als Vorbild für die Winkelgasse in den Harry Potter Filmen gedient hat. Gefunden haben wir das auch. War nur alles zu. Ich weiß jetzt nicht, ob die nur bestimmte Öffnungszeiten haben, aber ich war schon ein wnig enttäuscht.
Daraufhin haben wir uns dann erstmal einen Kaffee getrunken und ein Croissant gegessen (weil Essen generell immer alles besser macht).
Wieder gestärkt sind wir dann zur Oxford Street und waren im Lush (der wahnsinnig groß ist da) und im Primark (ebenfalls riesig) und haben ein klein bisschen Geld ausgegeben (und das meine ich wirklich so, ich habe mich sehr zurückgehalten). Da dann doch irgendwann der Hunger wieder einsetzte haben wir uns auf die Suche nach einem Restaurant oder Fast Food Kette etc. gemacht. Was gar nicht mal so einfach war wie es sich vielleicht anhört, wir haben es nämlich irgendwie geschafft in einem Nobel Viertel zu landen, in dem es nur äußerst außergewöhnliche Klamottenläden gab. Nach einer halben Ewigkeit sind wir dann beim Leicester Square gelandet, wollten dort eigentlich zum Pizza Hut, aber da musste man viel zu lange auf einen Tisch warten, also sind wir in ein italienisches Restaurant ein bisschen weiter runter gegangen. Wir haben sogar draußen gesessen, was am Anfang überhaupt kein Problem war, aber irgendwann doch ein bisschen kühl wurde (immerhin war es ja Anfang/Mitte März [das Wetter war nebenbei erwähnt echt super, hat kein einziges Mal geregnet]).
Auf dem Rückweg zum Hostel haben wir uns noch Ben&Jerry's Eis geholt, dass sehr viel günstiger war, als hier in Deutschland.
Sonntag:
In dieser Nacht hat man uns dann wieder keinen Schlaf gegönnt. Wir hatten nämlich zwei Neue auf dem Zimmer, von denen der Eine wahnsinnig schlimm geschnarcht hat und noch nicht mal regelmäßig, sondern immer mal wieder, aber dann in der Lautstärke eines startenden Düsenjets.
Am nächsten Morgen wollten wir uns eigentlich Musical Karten am Leicester Square kaufen, die man da teilweise zum halben Preis bekommt. Da aber irgendwie nichst lief, das wir uns anschauen wollten haben wir uns dazu entschlossen das Ganze dann doch zu lassen. Also sind wir zum King's Cross Bahnhof gefahren, wo man auch tatsächlich ein Bild am Gleis 9 3/4 machen kann. Die Schlange war uns aber zu lang und deshalb sind wir nur in den Harry Potter Store gegangen, der direkt daneben war (und auch nur leicht überfüllt). Ich sage euch, wenn ich nur ein bisschen mehr Geld hätte, der Laden wäre leer gewesen. Ich hätte am liebsten alles gekauft. Letzten Endes habe ich mich dann doch nur auf drei Bücher beschränkt, "Quidditch through the Ages", "Fantastic Beasts and where to find them" und "The Tales of Beedle the Bard". Die hatte ich nämlich tatsächlich noch gar nicht in meinem Besitz und mir damals nur von meinem Gastkind ausgeliehen. Die Harry Potter Bücher hatten da aber ein unfassbar schönes Cover Art. Das war der Wahnsinn, ich konnte mich kaum zusammenreißen.
Anschließend sind wir dann zu Camden Town und Camden Market gefahren. Da Sonntag war, war es echt mega voll, aber wirklich toll, richtig bunt und verrückt. Die Atmosphäre hat mich auch echt ein bisschen an Venice Beach in LA erinnert.
Den Rest des Tages sind wir einfach eine Weile durch London spaziert, was sich eigentlich immer lohnt, weil die Stadt einfach wunderschön ist, ganz besonders, wenn die Sonne anfängt langsam unter zu gehen.
Dinner hatten wir dann bei TGIFriday's, eine Kette aus Amerika. Und so hat sich das auch angefühlt, als wäre man wieder Au Pair, als ich da so mit Karo in nem Restaurant mit Free Refills (dein Getränk wird immer wieder kostenlos nachgefüllt) saß und alle um uns herum Englisch gesprochen haben. War richtig schön. Und ich hatte nochmal einen ordentlichen Burger (McDonalds und Burger King zählt nämlich mal überhaupt nicht) nach knapp 9 Monaten und das war ein Geschmackserlebnis kann ich euch sagen. Als würde meine Zunge durch den Himmel schweben, ich habe beinahe schon die Harfen im Hintegrund hören können.
Montag:
In der Nacht wurde natürlich wieder geschnarcht, wer hätte das gedacht, aber vielleicht macht es die Übung, aber wir haben es dann doch geschafft ein bisschen zu schlafen.
Nach dem Frühstück sind wir dann zum Hard Rock Cafe, damit Karo sich ein Shirt kaufen konnte (das hat mein Geiz, dann doch nicht zugelassen).
Anschließend sind wir dann durch den Hyde Park gegangen und wenn ich zuvor behauptet habe, dass überall viele Vögel waren, dann muss ich das jetzt zurücknehmen, weil da unglaublich viele Vögel waren (Tauben, Möven, Gänse, Schwäne, Enten [wobei ich Enten eigentlich mag]). Einen Opa, der eine McDonalds Tüte in der Hand hatte, haben die regelrecht verfolgt, die sind alle hinter dem in der Luft rumgeschwebt. Sah richtig gruselig aus.
Es war richtig krass windig und zwischendrin musste man Angst haben weggeweht zu werden, aber es war eigentlich doch ganz schön, obwohl ich sagen muss, dass für mich bis jetzt kein Park den Central Park geschlagen hat, der ist einfach wahnsinnig toll.
Den Rest des Tages sind wir wieder einfach durch die Gegens spaziert und Dinner hatten wir auch wieder bei TGIFriday's (muss man ja schließlich ausnutzen).
Dienstag:
Wir haben es tatsächlich geschafft um viertel nach drei aufzustehen (ja, ich reden von morgens/nachts), da um vier schon unser Taxi/Uber zur Baker Street da war. Wenn ihr euch erinnert fahren die Bahnen ja nachts nicht mehr.
Da angekommen waren wir eigentlich zu früh, aber wir durften auch einen früheren Bus zum Flughafen nehmen, was sehr gut war.
Am Flughafen selbst haben wir dann gefrühstückt (da gab es nämlich was zu Essen hinter dem Security Check, ernsthaft Köln, was ist los bei dir?) und mussten uns dann trennen, weil ich wieder nach Köln geflogen bin und Karo zurück nach Bremen, was nebenbei bemerkt echt traurig war.
Und das wars dann, unser kleiner Trip war beendet. Wir sind überraschenderweise auch echt günstig weggekommen, wenn ich das so grob überschlage lande ich bei ca. 360€, inklusive Flug, Hostel, andere Transporte, Essen und Shopping. Bin ganz stolz auf mich, ich bin nämlich der Meinung, dass das eigentlich echt in Ordnung ist für die Tage, die wir da waren :D
(Ich hätte gern mehr Bilder hinzugefügt, aber der Blog meint gerade ein bisschen zu spinnen, also geht das leider nicht.)
Donnerstag:
Da mein Flug um 21:50 Uhr gehen sollte fand ich mich gegen Abend am Flughafen Köln/Bonn ein. Da meine liebe Karo aber ja in Bremen wohnt, saß ich also eine Weile alleine da herum. Schlau wie ich war hatte ich den Tag über nicht so viel gegessen, da ich tatsächlich einfach nicht richtig dazu gekommen war und hatte mir vorgenommen, dass doch am Flughafen nachzuholen, schließlich gibt es da doch immer was zu Essen. Ja, denkste. Da angekommen bin ich nämlich fix durch den Security Check und habe mich dann nach einem leckeren Abendessen umgesehen. Und was gab es? Richtig. Nichts! Ich glaube ich war selten so enttäuscht. Aber Alkohol, den gab es massig an jeder Ecke. Hab mich ein bisschen verarscht gefühlt. Nach einer halben Ewigkeit konnte ich mich dann doch dazu durchringen mir eine (überteuerte) Tüte Haribo zu kaufen. Und damit habe ich mich dann über Wasser gehalten.
Irgendwann sollte es dann ja auch an's boarden gehen, also mache ich mich, ganz die geübte Fliegerin, auf zu meinem Gate und da erwartet mich dann auch schon die nächste Überraschung: das Flugzeug war nicht da. Wo genau das war wusste auch irgendwie keiner und so saßen wir dann erstmal eine Weile herum und haben auf etwaige Nachrichten gewartet, die dann letztlich auch kamen. Nachdem wir dann alle gemütlich saßen, kam die wunderbare Meldung aus dem Cockpit, dass nochmal ein Koffer aus dem Frachtraum herausgeräumt werden müsse. Ich glaube ich muss nicht erwähnen, dass mein Flug Verspätung hatte, oder?
Zwanzig Minuten nach der ursprünglichen Ankunftszeit sind wir gelandet und dann habe ich nach sieben (!) Monaten auch endlich Karo wieder gesehen. Ich würde euch erzählen wie toll das war, aber das würde dann vielleicht doch den Rahmen sprengen.
Da wir nach Stansted geflogen sind haben wir, weise wie wir sind, natürlich auch im Voraus schon einen Bus gebucht, der uns vom Flughafen in die Innenstadt bringen sollte. Zu dem Zeitpunkt der Buchung habe ich aber in meiner Naivität überhaupt nicht über etwaige Verspätungen nachgedacht, was dann letztlich dazu geführt hat, dass wir den gebuchten Bus verpasst haben. Glücklicherweise sind wir dann doch noch zu der Bushaltestelle gegangen und haben einfach mal nachgefragt und man hat uns ohne Probleme einfach einen späteren Bus nehmen lassen. So haben wir es dann zur Baker Street geschafft. Von dort hatte ich mir dann einen Weg per UBahn herausgesucht, den wir nehmen wollten. Ja, wollten. Denn was wäre der Abend gewesen, wenn nicht doch noch irgendwas schief gegangen wäre. Als wir nämlich umsteigen wollten wurde uns mitgeteilt, dass keine Bahnen mehr fahren, da es zu spät war (zu diesem Zeitpunkt war es schätzungsweise halb 1, fand ich dann doch ein wenig früh). In unserer Not haben wir dann einfach beschlossen ein Taxi zu nehmen und sind dann mit dem zu unserem Hostel gefahren. Da angekommen sind wir auch nur noch in unsere Betten gefallen. Obschon "fallen" hier vielleicht das falsche Wort ist, mein Bett war nämlich ganz oben in einem dreistöckigen Hochbett. Ich bin also eher in's Bett geklettert.
Freitag:
Der erholsame Schlaf wurde uns dann aber auch erstmal verwehrt, da ein Typ, der mit uns auf dem Zimmer war, einfach mal beschlossen hatte, dass es ganz ultimativ wichtig wäre jetzt so laut zu scnarchen, dass niemand außer ihm schlafen kann. War lustig. Nachdem wir es dann doch geschafft hatten ungefähr vier Stunden Schlaf zu bekommen, sind wir morgens wieder aufgestanden, haben für 1,50 Pfund Frühstück im Hostel erstanden und haben uns dann auf den Weg in die Innenstadt gemacht. Dort musste erst mal beim Earl's Court ein kleiner Zwischenstopp eingelegt werden, da da eine Police Call Box steht. Diese wurden bis in die 70er genutzt (hat mir Wikipedia gerade verraten) und diente im Groben dazu Straftäter vorübergehend einsperren zu können und durch das Telefon an der Außenseite dazu in der Lage zu sein die Polizei anzurufen (wir vergessen ja öfter, dass das vor dem Zeitalter der Handys gar nicht mal so einfach war). Auf jeden Fall hat die TARDIS (Raumschiff) in meiner Lieblingsserie Doctor Who die Form ebenjener Police Call Box, also konnte ich es mir als kleines Fangirl natürlich nicht nehmen lassen und musste dort noch ein Bild machen.
Anschließend sind wir ein bisschen durch die Stadt gewandert, bis wir uns nachmittags vor dem Covent Garden eingefunden haben, weil dort der Beginn einer kostenlosen Fußtour durch den Bezirk von Westminster war. Das ganze ist deswegen zunächst kostenlos, damit der Tourguide sich wirklich Mühe gibt, da er zum Schluss durch Trinkgeld bezahlt wird. Wir sind dann auf jeden Fall ungefähr 2 1/2 Stunden durch die Stadt gelaufen und auch schon so ziemlich die meisten Sachen gesehen (Trafalgar Square, Buckingham Palace, Westminster Abbey, Big Ben, Houses of Parliament etc.). Wir sind auch durch eine kleine Gasse gegangen, die in den Harry Potter Filmen als Nokturngasse verwendet wurde (das musste erwähnt werden, weil Harry Potter immer erwähnenswert ist).
| Wenn meine Fotographiekünste nicht so furchtbar wären, könntet ihr auch mehr von der "Nokturngasse" sehen :D |
Nachdem die Tour vorbei war, haben wir uns noch nen kleinen Snack geholt und uns mit dem in den St. James Park gesetzt. Als wir dann da also ganz entspannt saßen und die schöne Umgebung genossen haben, beschloss der Mann auf der Bank neben uns, dass es doch eine wundervolle Idee wäre die Vögel zu füttern. Und was soll ich euch sagen, da waren auf einmal rund 20 (!!!) Tauben und noch ein paar andere Vögel, die ich entweder nicht einordnen konnte, oder von denen ich schon wieder vergessen habe, um welche Art es sich handelte. Wenn ihr mich kennt, dann dürftet ihr jetzt wissen, dass sich meine Liebe für Vögel und ganz besonderen meine Liebe für Tauben wirklich sehr in Grenzen hält. Und da waren sie dann auf einmal, eine ganze Meute, die sind sogar auf die Knie des Mannes geflogen und der hat die aus der Hand gefüttert. Das Stresslevel bei Karo und mir stug stetig an kann ich euch erzählen. Da waren einfach so viele Vögel! Nachdem wir dann beinahe auf dem Schoss des anderen saßen haben wir doch entschieden, dass es am besten wäre, wenn wir uns langsam und ruhig entfernen. Gesagt, getan. Doch dies sollte nicht der einzige Moment sein, der meinen Stresslevel in die Höhe treibt an diesem Tag. Wir haben dann nämlich entschieden, dass wir wieder zurück zum Hostel fahren wollten. Was wir nicht bedacht haben, war dass es ziemlich genau 18 Uhr war, also Rushhour.
Kennt ihr diese Bilder von den chinesischen Zügen, in die die Menschen mit Gewalt gedrückt werden, damit noch ein paar weitere hereinpassen? Genauso sah das da auch aus! Na gut, keiner wurde geschoben, aber die Bahnen waren mindestens genauso voll. War ganz besonders witzig für mich, weil ich es eigentlich nicht so mit Menschenmengen habe und da dann manchmal auch schon ein bisschen panisch werden kann (was sich Konzerten tatsächlich meist in Grenzen hält [da steht man aber normalerweise auch nicht so eng aneinander wie in dieser Tube und außerdem ist der Raum an sich noch um einiges größer]).
Im Hostel haben wir dann ein Sandwich gegessen, haben geduscht (unter 2 kleinen Tröpfchen Wasser, wie mir das vorkam) und sind dann auch schon wieder in's Bett.
Samstag:
Da der nette Herr Schnarcher ein bisschen netter gestimmt war in dieser Nacht, haben wir es auch tatsächlich geschafft einige Stunden zu schlafen.
Nach dem Frühstück und einem kleinen Abstecher in einen Supermarkt, um uns schonmal Lunch für später zu kaufen, sind wir dann zur St Pauls Cathedral gegangen. Drinnen waren wir nur zwei Meter, weil die Geld verlangen, um die zu besichtigen und da Karo und ich nur arme Studentinnen sind konnten wir uns das natürlich nicht leisten. Wir wollten dann zur Millenium Bridge und haben es tatsächlich geschafft einen riesigen Umweg zu gehen, obwohl die ziemlich direkt an der St Pauls Cathedral ist. Wie wir das geschafft haben ist uns auch immer noch ein Rätsel. Wir sind dann über die Brücke gegangen, am Shakespeare Globe Theatre vorbei (in das ich echt gerne auch einen Blick geworfen hätte, aber arme Studentin, man erinnere sich) und sind dann an der Themse entlang zur Tower Bridge spaziert. Unterwegs haben wir dann nochmal angehalten, um unseren Lunch zu essen. Dabei konnten wir dann auch wieder eine große Traube Möven beobachten (wenn es Vögel gibt, die ich noch weniger mag als Tauben, dann sind es Möven). Aber auch als wir über die Tower Bridge gegangen sind haben die Vögelzwischenfälle noch nicht aufgehört. Da war nämlich tatsächlich eine Taube, die mich angreifen wollte! Kein Spaß! Die hatte es auf mich abgesehen! Wollte mir ins Auge fliegen, damit ich erblinde! Kam wie aus dem Nichts, genau auf mich zugeschossen! Ich sag euch, wenn ich mich nicht im letzten Augenblick geduckt hätte, wäre die mir mitten ins Gesicht geflogen! Sowas hab ich noch nicht erlebt! Der helle Wahnsinn.
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Um mein aufgewühltes Gemüt zu beruhigen, wollten wir dann zum Leadenhall Market gehen, der als Vorbild für die Winkelgasse in den Harry Potter Filmen gedient hat. Gefunden haben wir das auch. War nur alles zu. Ich weiß jetzt nicht, ob die nur bestimmte Öffnungszeiten haben, aber ich war schon ein wnig enttäuscht.
Daraufhin haben wir uns dann erstmal einen Kaffee getrunken und ein Croissant gegessen (weil Essen generell immer alles besser macht).
Wieder gestärkt sind wir dann zur Oxford Street und waren im Lush (der wahnsinnig groß ist da) und im Primark (ebenfalls riesig) und haben ein klein bisschen Geld ausgegeben (und das meine ich wirklich so, ich habe mich sehr zurückgehalten). Da dann doch irgendwann der Hunger wieder einsetzte haben wir uns auf die Suche nach einem Restaurant oder Fast Food Kette etc. gemacht. Was gar nicht mal so einfach war wie es sich vielleicht anhört, wir haben es nämlich irgendwie geschafft in einem Nobel Viertel zu landen, in dem es nur äußerst außergewöhnliche Klamottenläden gab. Nach einer halben Ewigkeit sind wir dann beim Leicester Square gelandet, wollten dort eigentlich zum Pizza Hut, aber da musste man viel zu lange auf einen Tisch warten, also sind wir in ein italienisches Restaurant ein bisschen weiter runter gegangen. Wir haben sogar draußen gesessen, was am Anfang überhaupt kein Problem war, aber irgendwann doch ein bisschen kühl wurde (immerhin war es ja Anfang/Mitte März [das Wetter war nebenbei erwähnt echt super, hat kein einziges Mal geregnet]).
Auf dem Rückweg zum Hostel haben wir uns noch Ben&Jerry's Eis geholt, dass sehr viel günstiger war, als hier in Deutschland.
Sonntag:
In dieser Nacht hat man uns dann wieder keinen Schlaf gegönnt. Wir hatten nämlich zwei Neue auf dem Zimmer, von denen der Eine wahnsinnig schlimm geschnarcht hat und noch nicht mal regelmäßig, sondern immer mal wieder, aber dann in der Lautstärke eines startenden Düsenjets.
Am nächsten Morgen wollten wir uns eigentlich Musical Karten am Leicester Square kaufen, die man da teilweise zum halben Preis bekommt. Da aber irgendwie nichst lief, das wir uns anschauen wollten haben wir uns dazu entschlossen das Ganze dann doch zu lassen. Also sind wir zum King's Cross Bahnhof gefahren, wo man auch tatsächlich ein Bild am Gleis 9 3/4 machen kann. Die Schlange war uns aber zu lang und deshalb sind wir nur in den Harry Potter Store gegangen, der direkt daneben war (und auch nur leicht überfüllt). Ich sage euch, wenn ich nur ein bisschen mehr Geld hätte, der Laden wäre leer gewesen. Ich hätte am liebsten alles gekauft. Letzten Endes habe ich mich dann doch nur auf drei Bücher beschränkt, "Quidditch through the Ages", "Fantastic Beasts and where to find them" und "The Tales of Beedle the Bard". Die hatte ich nämlich tatsächlich noch gar nicht in meinem Besitz und mir damals nur von meinem Gastkind ausgeliehen. Die Harry Potter Bücher hatten da aber ein unfassbar schönes Cover Art. Das war der Wahnsinn, ich konnte mich kaum zusammenreißen.
Anschließend sind wir dann zu Camden Town und Camden Market gefahren. Da Sonntag war, war es echt mega voll, aber wirklich toll, richtig bunt und verrückt. Die Atmosphäre hat mich auch echt ein bisschen an Venice Beach in LA erinnert.
Den Rest des Tages sind wir einfach eine Weile durch London spaziert, was sich eigentlich immer lohnt, weil die Stadt einfach wunderschön ist, ganz besonders, wenn die Sonne anfängt langsam unter zu gehen.
Dinner hatten wir dann bei TGIFriday's, eine Kette aus Amerika. Und so hat sich das auch angefühlt, als wäre man wieder Au Pair, als ich da so mit Karo in nem Restaurant mit Free Refills (dein Getränk wird immer wieder kostenlos nachgefüllt) saß und alle um uns herum Englisch gesprochen haben. War richtig schön. Und ich hatte nochmal einen ordentlichen Burger (McDonalds und Burger King zählt nämlich mal überhaupt nicht) nach knapp 9 Monaten und das war ein Geschmackserlebnis kann ich euch sagen. Als würde meine Zunge durch den Himmel schweben, ich habe beinahe schon die Harfen im Hintegrund hören können.
Montag:
In der Nacht wurde natürlich wieder geschnarcht, wer hätte das gedacht, aber vielleicht macht es die Übung, aber wir haben es dann doch geschafft ein bisschen zu schlafen.
Nach dem Frühstück sind wir dann zum Hard Rock Cafe, damit Karo sich ein Shirt kaufen konnte (das hat mein Geiz, dann doch nicht zugelassen).
Anschließend sind wir dann durch den Hyde Park gegangen und wenn ich zuvor behauptet habe, dass überall viele Vögel waren, dann muss ich das jetzt zurücknehmen, weil da unglaublich viele Vögel waren (Tauben, Möven, Gänse, Schwäne, Enten [wobei ich Enten eigentlich mag]). Einen Opa, der eine McDonalds Tüte in der Hand hatte, haben die regelrecht verfolgt, die sind alle hinter dem in der Luft rumgeschwebt. Sah richtig gruselig aus.
Es war richtig krass windig und zwischendrin musste man Angst haben weggeweht zu werden, aber es war eigentlich doch ganz schön, obwohl ich sagen muss, dass für mich bis jetzt kein Park den Central Park geschlagen hat, der ist einfach wahnsinnig toll.
Den Rest des Tages sind wir wieder einfach durch die Gegens spaziert und Dinner hatten wir auch wieder bei TGIFriday's (muss man ja schließlich ausnutzen).
Dienstag:
Da angekommen waren wir eigentlich zu früh, aber wir durften auch einen früheren Bus zum Flughafen nehmen, was sehr gut war.
Am Flughafen selbst haben wir dann gefrühstückt (da gab es nämlich was zu Essen hinter dem Security Check, ernsthaft Köln, was ist los bei dir?) und mussten uns dann trennen, weil ich wieder nach Köln geflogen bin und Karo zurück nach Bremen, was nebenbei bemerkt echt traurig war.
Und das wars dann, unser kleiner Trip war beendet. Wir sind überraschenderweise auch echt günstig weggekommen, wenn ich das so grob überschlage lande ich bei ca. 360€, inklusive Flug, Hostel, andere Transporte, Essen und Shopping. Bin ganz stolz auf mich, ich bin nämlich der Meinung, dass das eigentlich echt in Ordnung ist für die Tage, die wir da waren :D
(Ich hätte gern mehr Bilder hinzugefügt, aber der Blog meint gerade ein bisschen zu spinnen, also geht das leider nicht.)
Mittwoch, 9. März 2016
#8 - Besserung ist nicht in Sicht...
Und schon wieder hat es es zwei Monate gedauert, bis ich mich motivieren konnte einen weiteren Blogeintrag zu schreiben. Inzwischen habe ich mich mit dem simplen Fakt abgefunden, dass ich mich wahrscheinlich nie bessern werde und am besten einfach meine Einstellung ändere. Frei nach dem Motto "Weniger ist mehr" habe ich mir jetzt vorgenommen weniger an der Quantität, als viel mehr an der Qualität meiner Einträge zu arbeiten. Das dachten sich vermutlich auch Steven Moffat und Mark Gatiss, als sie entschlossen haben die vierte Staffel Sherlock doch noch auf 2017 zu verschieben.
Und da dies jetzt gesagt ist, können wir uns den wirklich wichtigen Dingen zuwenden, wie zum Beispiel der Tatsache, dass mein erstes Semester schon vorbei ist. Einfach so! Und seit ein paar Wochen sogar schon. Ich kann mich nur immer wieder darüber wundern wie schnell die Zeit vergeht. Da war man eben noch in der Grundschule und hat Mandalas ausgemalt, während der Lehrer eine Geschichte vorgelesen hat und schwupps, schon sitzt man in seiner eigenen Wohnung und genießt die Semesterferien. Bevor die natürlich eintreten konnten habe ich tatsächlich meine ersten Klausuren geschrieben und wurde wieder daran erinnert wieso ich nach dem Abitur eigentlich nicht mehr vorhatte zu studieren: Lernen. Ja, das gruselige Wort mit L, verhasst von Schülern und Studenten findet es doch immer einen Weg sich in deren Leben zu schleichen. Kaum erwähnenswert, dass ich während der Klausurenphase halb wahnsinnig geworden bin und nicht nur einmal daran gedacht habe mich selbst (und alternativ auch meine Aufzeichnungen) in dem kleinen, verschmutzten Teich vor meinem Fenster zu ertränken. Aufgrund meiner wahnsinnigen Willenstärke (und Mangel an Alternativen, da mir der Tod dann doch ein wenig überzogen vorkam) habe ich es dann aber doch geschafft auch diese Zeit durchzustehen und meine Prüfungen sogar mit guten Noten zu bestehen.
Was nicht mehr so zuverlässig steht ist jedoch mein Bett. Vor kurzem erst meinte es mehrmal einkrachen zu müssen (das Lattenrost hat sich einfach geweigert im Gestell zu bleiben) und ist jetzt auch nur noch funktionsfähig, da ein Freund auf die geniale (und sehr studentische) Idee kam das Lattenrost doch einfach mit Büchern zu stützen. So sorgen Hanni und Nanni jetzt dafür, dass ich einen sicheren Schlafe habe. An dem lauten Knacken und Quitschen, das immer dann ertönt wenn ich mein Bett berühre, können sie aber leider auch nichts ändern.
Aber zurück zu erfreulicheren Dingen: Ich fliege nach London! Ja, ganz richtig gehört, ich habe mir eingeredet, dass ich es mir leisten kann einen kurzen Trip zu machen und so kommt es, dass ich morgen für ein paar Tage in die Hauptstadt Englands fahre. Mein kleines Reiseherz ist vollends begeistert.
Sollte ich es also schaffen zu überleben werde ich diesen Blog eventuell als Reisetagebuch missbrauchen, aber ich möchte nicht zu viel versprechen.
Und da dies jetzt gesagt ist, können wir uns den wirklich wichtigen Dingen zuwenden, wie zum Beispiel der Tatsache, dass mein erstes Semester schon vorbei ist. Einfach so! Und seit ein paar Wochen sogar schon. Ich kann mich nur immer wieder darüber wundern wie schnell die Zeit vergeht. Da war man eben noch in der Grundschule und hat Mandalas ausgemalt, während der Lehrer eine Geschichte vorgelesen hat und schwupps, schon sitzt man in seiner eigenen Wohnung und genießt die Semesterferien. Bevor die natürlich eintreten konnten habe ich tatsächlich meine ersten Klausuren geschrieben und wurde wieder daran erinnert wieso ich nach dem Abitur eigentlich nicht mehr vorhatte zu studieren: Lernen. Ja, das gruselige Wort mit L, verhasst von Schülern und Studenten findet es doch immer einen Weg sich in deren Leben zu schleichen. Kaum erwähnenswert, dass ich während der Klausurenphase halb wahnsinnig geworden bin und nicht nur einmal daran gedacht habe mich selbst (und alternativ auch meine Aufzeichnungen) in dem kleinen, verschmutzten Teich vor meinem Fenster zu ertränken. Aufgrund meiner wahnsinnigen Willenstärke (und Mangel an Alternativen, da mir der Tod dann doch ein wenig überzogen vorkam) habe ich es dann aber doch geschafft auch diese Zeit durchzustehen und meine Prüfungen sogar mit guten Noten zu bestehen.
Was nicht mehr so zuverlässig steht ist jedoch mein Bett. Vor kurzem erst meinte es mehrmal einkrachen zu müssen (das Lattenrost hat sich einfach geweigert im Gestell zu bleiben) und ist jetzt auch nur noch funktionsfähig, da ein Freund auf die geniale (und sehr studentische) Idee kam das Lattenrost doch einfach mit Büchern zu stützen. So sorgen Hanni und Nanni jetzt dafür, dass ich einen sicheren Schlafe habe. An dem lauten Knacken und Quitschen, das immer dann ertönt wenn ich mein Bett berühre, können sie aber leider auch nichts ändern.
Aber zurück zu erfreulicheren Dingen: Ich fliege nach London! Ja, ganz richtig gehört, ich habe mir eingeredet, dass ich es mir leisten kann einen kurzen Trip zu machen und so kommt es, dass ich morgen für ein paar Tage in die Hauptstadt Englands fahre. Mein kleines Reiseherz ist vollends begeistert.
Sollte ich es also schaffen zu überleben werde ich diesen Blog eventuell als Reisetagebuch missbrauchen, aber ich möchte nicht zu viel versprechen.
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